Was sind Messintentionen?

Der Heilige Pfarrer von Ars hat einmal gesagt: „Es gibt nichts, was der Eucharistie an Größe gleichkäme!“
Wenn wir die Heilige Messe feiern, wird das Erlösungsopfer unseres Herrn Jesus Christus, das Geheimnis Seiner Lebenshingabe aus Liebe – gegenwärtig und wir empfangen daraus Heil und Segen – je mehr wir uns öffnen für die Gnaden, die Gott für uns bereithält. Dabei müssen wir unterscheiden: Einmal wird die Feier der Heiligen Messe allgemein für die ganze Welt -. für alle Lebenden und Verstorbenen – fruchtbar. Zum anderen erhalten wir persönlich bei der Mitfeier der Eucharistie besondere Gnaden, wenn wir dafür offen sind. Außerdem können wir aus jeder Messfeier eine „besondere Messfrucht“ ziehen. Das sind die sogenannten „Messintentionen“. Seit Alters her ist es üblich, dass wir ganz besonders für unsere Verstorbenen Heilige Messen feiern lassen.

Messintentionen sind das wertvollste Geschenk, das Sie Ihren verstorbenen Angehörigen geben können! Auch für die Lebenden und ihre manchmal schwierigen Lebenssituationen kann man eine Heilige Messe feiern lassen. Wenn wir im Volksmund sagen, wir „bestellen eine Heilige Messe“, kaufen wir sie natürlich nicht. Eine Heilige Messe ist unendlich wertvoll und nicht bezahlbar. Der symbolische Betrag von 5 Euro für eine Messintention weißt uns darauf hin, dass wir persönlich etwas in die Heilige Messe mit hineinlegen und einen Beitrag dafür leisten wollen. Noch wichtiger ist aber, dass wir mit unserem Herzen die Bitte für eine Person oder das Anliegen in das Messopfer hineinlegen wollen. Der Geldbetrag hat aber auch einen ganz praktischen Grund:
Durch den kleinen finanziellen Beitrag leistet man einen kleinen Beitrag, dass die Heilige Messe gefeiert werden kann. Aber – was in dieser Hinsicht noch bedeutsamer ist – es gibt auch einen caritativen Aspekt:
Da jeder Priester für jede Heilige Messe nur eine Intention annehmen kann, werden alle weiteren Messintentionen zwar als Gebetsanliegen hierbei genauso genannt, aber als Messstipendium anderswo, meist in ärmeren Ländern, wo es mehr Priester gibt als bei uns, gefeiert. Dorthin werden die Angaben für die Messintentionen und der entsprechende Beitrag geschickt. Da es immer das eine Opfer Jesu Christi ist, dass bei der Heiligen Messe vergegenwärtigt und immer neu fruchtbar wird, kann man sich fürbittweise dann genauso verbinden, wie wenn der Priester, der gerade am Altar steht, die eigene Messintention still im Hochgebet mit in das eucharistische Opfer hineinnimmt.
In der Eucharistiefeier schenkt sich Jesus uns ganz und gibt sich für uns hin. Als Antwort lädt Er die Gläubigen ein, sich Ihm zu schenken – mit allem, was sie sind und haben. Ein konkretes Zeichen, dass es einem ein Herzensanliegen ist, dass zum Beispiel ein verstorbener Angehöriger in der himmlischen Seligkeit bei Gott angelangt und dass man diesem weiterhin nahe und verbunden sein möchte, kann das Aufgeben von Messintentionen sein.
Hinzu kommt, dass der Gläubige, der eine Intention für eine Heilige Messe öffentlich vormerken und vorlesen lässt, die Gewissheit hat, dass sein Gebet durch die Gemeinschaft aller Gläubigen unterstützt wird. Die Mitfeiernden, die ganze Pfarrei, ja die ganze Kirche stellt sich sozusagen hinter sein Anliegen und bringt es mit vor Gott.